Klaviergedicht
(Lina Mehrle mit 9 Jahren)
Klavierspielen ist so toll,
Und vor allem in Dur-Moll.
Das Klavier hat viele Klänge,
Laute, leise, hohe, tiefe,
eine ganze schöne Menge.
Schwerpunkte
meiner Arbeit mit den Schülern
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Das
Hören
entwickeln. Damit ist nicht in erster Linie ein
Richtig/Falsch-hören, also ein verstandesmässiges Erkennen
der musikalischen Elemente gemeint, sondern ist eine Intensivierung
des Musikerlebnisses. Denn musikalisches Hören ist vor allem
intuitiv. Es geht um die Zwischenräume und Hinterräume
mehr als um das Akustische, um das, was zwischen
2 Tönen ist, was vor
dem Ton und nach
dem Ton ist, was in
dem Ton sich bewegt, was hinter
den Tönen ist (Siehe „Die
Intervalle – ein Organismus“).
Ich sage den Schülern nicht gern, wie sie etwas spielen sollen,
sondern lieber, wie sie einen Weg finden, in Übereinstimmung
mit der Musik und sich selbst zu spielen. Also nicht „Hier ein
crescendo, dort ein wenig warten!“, sondern „Wo spannt sich die
Musik an, wo entspannt sie sich? Wieviel Zeit braucht dieser Ton?“
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Technik
nenne ich das In-Deckung-Bringen von innerer musikalischer und
äußerer pianistischer Bewegung. Mechanische Spielbewegungen,
die losgelöst von Musik und innerer Vorstellung ein Eigenleben
führen, stören den Spielfluss und werden in meinem Unterricht
zugunsten einer organischen Technik abgebaut.
Durch die Arbeit
an Entspannung und Lockerheit, fließender sinnvoller Bewegung,
an Sitz, Haltung und Bewegungsansatz kann man Barrieren, Angst und
Verspannungen auflösen. Die Klavierübungen von Peter Feuchtwanger können
dabei enorm hilfreich sein. Dadurch wird
das Musizieren frei und ein unverstellter Zugang zur Musik und zum
Instrument möglich. (Siehe „Gewaltfreies
Klavierspiel“)
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Individuelle
Arbeit:
Jeder Schüler hat anderes nötig, aber immer ist die Arbeit
existenziell, d.h. Musizieren verlangt den totalen Einsatz von
Körper, Seele und Geist. Mit Kindern arbeite ich anders als mit
Studenten. Bei allen ist das Ziel, das vorhandene Potenzial zur
Entfaltung zu bringen. Die Wege dahin können sehr verschieden
sein. So entstehen im Unterricht immer wieder zum Teil sehr
unkonventionelle Übungen.
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Improvisation
im Klavierunterricht
ist
grundlegend zum Entwickeln des Gehörs, der Spielfreude,
Ausdrucksfähigkeit und Spontaneität, ja sogar der Technik.
Hier spielt das Alter des Schülers keine Rolle, wohl aber seine
Vorlieben und seine Neugier. Meist spielen wir an zwei Flügeln
und gehen am Anfang stets von konkreten Aufgabenstellungen aus, in
denen sich auch Stationen der Musikgeschichte spiegeln können.
Später kann man auch einfach nur „losspielen“.
Für
die Zuhörer, z.B. in den Klassenstunden, sind diese Versuche
immer besonders spannend, weil sie erleben, wie das was erklingt,
tatsächlich in diesem Augenblick entsteht.
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